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Fotoaufnahme vom 20. Sportfest für Menschen mit Behinderung im Jahr 2009 in Wien
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Vom Sitzball bis zum Speerzielwurf

20. Sportfest für Menschen mit Behinderung zum 2. Mal unter vida-Dach.

Wind und Regen - so präsentierte sich das Wetter am Wettkampftag im Sportcenter Donaucity in Wien-Donaustadt. Nichtsdestotrotz waren am 23. Juni 2009 etwa 75 SportlerInnen gekommen, um sich im sportlichen Wettkampf zu messen und gemeinsam den Spaß an Bewegung zu genießen. Das sind Menschen, die durch einen Freizeit- oder Arbeitsunfall versehrt sind oder von Geburt an bzw. aufgrund einer schweren Erkrankung mit einer Behinderung leben. Bei den Bewerben Kugelstoßen, Weitspringen, 60 Meter-Lauf, Speerzielwurf, Sitzball und Tischtennis nahmen auch internationale Gäste teil. Unter anderem eine Sitzball-Mannschaft bestehend aus Mitarbeitern der Deutschen Bahn AG.

Behinderteneinstellungsgesetz mit Leben erfüllen

"Junge ArbeitnehmerInnen mit Behinderung nicht bemitleiden sondern ihre Stärken fördern", war die zentrale Botschaft des vida-Vorsitzenden Rudi Kaske bei der Eröffnung des Festes. Trotz des kalten Wetters kam bei den Reden der Ehrengäste Stimmung auf. Vor allem als Wilhelm Haberzettl, der Vorsitzende der Sektion Verkehr der vida, die Personalpolitik der ÖBB im Bereich Menschen mit Behinderung kritisierte: "Gerade bei den ÖBB gibt es in diesem Bereich noch immer Defizite. Statt jungen ArbeitnehmerInnen mit Behinderung in der Arbeitswelt eine Chance zu geben, kauft man sich lieber mit einer jährlichen Ausgleichstaxe an die Republik von der sozialen Verantwortung frei. Ich appelliere an die Unternehmensführung, sich in dieser Angelegenheit ihre Verantwortung verstärkt ins Bewusstsein zu rufen und in diese Richtung mehr Bewegung zu zeigen."

Zur Erklärung: Das Behinderteneinstellungsgesetz sieht vor, dass alle DienstgeberInnen, die im Bundesgebiet 25 oder mehr DienstnehmerInnen beschäftigen, verpflichtet sind, auf je 25 DienstnehmerInnen mindestens einen behinderten Menschen einzustellen. Bei diesem muss es sich um einen "begünstigten Behinderten" handeln, d.h. es muss mittels Bescheids festgestellt sein, dass ein Grad der Behinderung bzw. eine Minderung der Erwerbsfähigkeit von mindestens 50 Prozent vorliegt. Kommt ein/e DienstgeberIn dieser Verpflichtung nicht nach, wird vom Bundessozialamt mittels Bescheid die Entrichtung einer Ausgleichstaxe vorgeschrieben.

Weltmeister aus Ybbs

"Kameradschaft, andere Menschen treffen und einfach Spaß haben an der Bewegung", mit diese Worten beschreibt ein Weltmeister dieses Sportfest. Der ehemalige Eisenbahner August Widder erhielt 1975 in London bei der Weltmeisterschaft im Behindertensport die Goldmedaille im Diskuswurf. Der 66-Jährige Niederösterreicher aus Ybbs an der Donau verlor vor mehr als 35 Jahren bei einem Arbeitsunfall beide Beine. Seither spielt er in der Versehrten-Sportgruppe St. Pölten in der Sitzball-Mannschaft und das mit Erfolg: "Wir konnten bereits zwei Meistertitel in der höchsten österreichischen Spielklasse gewinnen."

Fest für alle vida-Mitglieder

"Es gibt sicher auch im Bereich der Straße oder Reinigung viele Menschen, die von Arbeitsunfällen und Handicaps betroffen sind", erklärt Veranstaltungsorganisator und Konzernbehindertenvertreter von vida bei den ÖBB Roman Wohlgemuth und ergänzt: "Deshalb finde ich es schade, dass sich auch diesmal nur EisenbahnerInnen angemeldet haben. Es soll ein Fest für alle vida-Mitglieder sein. Das wollen wir in den nächsten beiden Jahren bis zum nächsten Fest kommunizieren.

Jubiläumsbroschüre "20 Jahre Sportfest"

"Nach 20 erfolgreichen Jahren wird es Zeit, einen Rückblick zu machen", so  Werner Sohajek. Der langjährige Leistungssportler im Behindertensport war früher als Teilnehmer dabei und moderierte heuer zum zweiten Mal das Sportfest. "Es wird bis Ende des Jahres eine Jubiläumsbroschüre erscheinen" kündigt Werner an.

Gründungsmitglied als Schiedsrichter

"Heute bin ich als Schiedsrichter im Bewerb Speerzielwurf eingesprungen", erzählt Alfred Winkler voller Stolz. "Fredl kannst du das bitte machen", mit diesen Worten hat alles 1971 in Frohnleiten in der Steiermark begonnen. Seither ist der 83-Jährige Villacher jedes Mal dabei. "Wenn ich mir die Begeisterung der Sportlerinnen und Sportler und das Engagement der heutigen Organisatoren ansehe, bin ich zuversichtlich, dass es dieses Sportfest noch lange geben wird",  freut sich der ehemalige Vizepräsident und Gründungsmitglied des österreichischen Behindertensportverbandes.

Nähre Informationen zum Behinderteneinstellungsgesetz und zum Sportfest erhalten Sie beim Konzernbehindertenvertreter von vida bei den ÖBB: Roman Wohlgemuth: roman.wohlgemuth@vida.at

 

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