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  • Sabine Stelczenmayr

Unsere Bahn bleibt - vida für Dich erreicht


Bereits zum fünften Mal hintereinander ist Österreich EU-Champion beim Bahnfahren. Mit 1.500 Schienen-Kilometern pro Kopf im Jahr 2018 liegt Österreich deutlich vor Frankreich (1.395 Kilometer), Schweden (1.325 km) und Deutschland (1.185). Teil dieser Erfolgsgeschichte ist, dass das neoliberale Experiment von Ausschreibungen bisher nicht zur Anwendung gekommen ist. In beiden Ländern werden die Aufträge direkt an etablierte Eisenbahnunternehmen vergeben. In Österreich wird der Nah- und Fernverkehr über sogenannte Verkehrsdiensteverträge sichergestellt: Bund und Länder beauftragen die Bahnen direkt, um den öffentlichen Verkehr zu sichern. Dafür erhalten diese ein entsprechendes Entgelt. Im Dezember 2019 sind in den meisten Bundesländern die bestehenden Verkehrsbestellungen ausgelaufen.

Arbeitsplätze der EisenbahnerInnen standen auf der Kippe.


Was drohte? Wenn es zu keinen neuen Verkehrsdiensteverträgen und damit zu einem Wegfall der Zuzahlungen gekommen wäre, dann hätte der Verkehr nur über Ticketeinnahmen finanziert werden müssen. Damit hätten sich die Ticketpreise verdreifacht. Es war nicht sicher, ob die Politik sich für mehr Wettbewerb auf der Bahn stark machen wird. Das hätte bedeutet, dass mit österreichischen Steuergeldern tschechische, deutsche und ungarische Bahnen bei uns gefahren wären. Für die Linzer Lokalbahn, die ÖBB, aber auch Bahnen in anderen Bundesländern, wie die Wiener Lokalbahn, wäre das eine Katastrophe gewesen. Es war ein zähes Ringen, denn die PolitikerInnen waren sich lange nicht einig. Deshalb standen tausende Arbeitsplätze unserer EisenbahnerInnen auf der Kippe.


Die Gewerkschaft vida hat Druck gemacht und war erfolgreich

Wir haben gegen das drohende Lohn- und Sozialdumping in der Eisenbahnbranche

auf mehreren Ebenen gekämpft und gewonnen. Aufgrund unseres zähen Lobbyismus wurden die ausgelaufenen Verkehrsdiensteverträge in allen Bundesländern für weitere 10 Jahre abgeschlossen. Damit sind nicht nur die guten Arbeitsplätze für die kommenden 10 Jahre gesichert, sondern auch der klimafreundliche und günstige Verkehre für PendlerInnen und SchülerInnen.


UnsereBahn.at – Was wollen wir?

In keinem Land der EU werden mehr Kilometer mit der Bahn zurückgelegt als in Österreich. Rund 3 Millionen Fahrgäste nutzen die Bahn täglich. Über die Seite UnsereBahn.at. informieren wir Dich über die Leistungen der österreichischen Bahnen und erzählen die Geschichten der Menschen, die in den Regionen für unsere Bahn arbeiten und sie nutzen. Wir wollen Bewusstsein schaffen, warum die direkte Bestellung des Personenverkehrs in Österreich so wichtig ist. Spätestens in 10 Jahren kann es erneut zu europaweiten Ausschreibungen kommen.


Deshalb fordern wir langfristig:

· Leistbares Pendeln für alle – Ticketpreise senken

· Gute und sichere Arbeitsplätze erhalten

· Mehr Personal am Zug - Sicherheit ist wichtig, am Bahnhof und im Zug. Es braucht mehr Fachpersonal an Bahnhöfen und im Zug, um die Fahrgäste zu betreuen

· Erweiterung der Ausbildungsplätze – LokführerIn als Mangelberuf

· Ausbau der Schieneninfrastruktur jetzt

· Modernisierung der Züge


Das Bahnland Nummer 1 schützen – Warum?

Wir sind Bahnland Nummer 1 in der EU, weil die stetige Verbesserung der Infrastruktur und der Erhalt unwirtschaftlicher Strecken durch die öffentliche Hand gesichert ist. Vor allem für Menschen, die in ländlichen Gebieten wohnen, sichert die Bahn klimafreundliche und günstige Mobilität.

Wettbewerb auf der Schiene hat negative Auswirkungen: Im Gegensatz zu anderen Branchen wirkt sich Wettbewerb auf der Schiene verheerend für alle aus: auf PendlerInnen, ArbeitnehmerInnen in der Eisenbahnbranche und auf unser Klima.


Ist billig nicht gut? - Nein, weil:

· unwirtschaftliche Strecken eingestellt werden

· Ticketpreise sich erhöhen

· Löhne gedrückt werden

· Investitionen zurückgeschraubt werden – z.B. billiges Wagenmaterial verwendet wird

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